 |
|
"schwitzen statt sitzen"
|
|
Das Projekt Lifeline hilft straffällig gewordenen Jugendlichen - und manchmal auch Erwachsenen
|
|
"Aber ins Tierheim will ich nicht", diesen Satz oder ähnliche hört man in der Lifeline fast täglich. Die Lifeline "Hilfen für straffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene" des Don Bosco Jugendwerks in Bamberg (www.canisiusheim.de) ist eine Vermittlungsstelle für gerichtlich auferlegte gemeinnützige Arbeitsstunden im Landgerichtsbezirk Bamberg. Wer zu Lifeline kommt, macht das wegen einer jugendgerichtlichen Weisung oder Bewährungsauflag, wegen der Umwandlungen aus einem Ordnungswidrigkeitsverfahren, wegen Geldstrafenschulden (Abwendung von Ersatzfreiheitsstrafen), Verfahrenseinstellungen und sonstigen Umwandlungen von Auflagen. Diese Klienten werden Lifeline von den Gerichten, der Staatsanwaltschaft, der Jugendgerichtshilfe, der Bewährungshilfe, den Berufsbetreuern, dem Sozialamt oder der Justizvollzugsanstalt zugewiesen. Deshalb sind einige der Straffälligen auch schon längst aus dem Jugendalter hinausgewachsen. "Wir fassen den Begriff 'Jugendlicher' hier sehr weit. Unsere ältesten sind 50 Jahre alt", sagt Belinda Heindl, die Projektleiterin von Lifeline.
|
|
Einsicht in die Straftat wecken
|
|
Das Projekt Lifeline gibt es seit 1. Oktober 2002. Seit dieser Zeit hat Lifeline mehr als 500 Klienten betreut; davon 238 männliche Jugendliche, 121 weibliche Jugendlich, 123 männliche Erwachsene und 23 weibliche Erwachsene. Die Straffälligen haben seit Bestehen des Projekts mehr als 13600 Stunden gearbeitet, um die ihnen auferlegte Strafe abzubüßen. Finanziert werden Lifeline durch gerichtlich auferlegte Bußgelder und Spenden. Bis Mitte Mai fördert das Arbeitsamt die Stelle von Belinda Heindl.
Für jeden Klienten nimmt sich Belinda Heindl viel Zeit um etwas über seinen persönlichen und sozialen Hintergrund, sein Einkommen, die Gesundheit oder Berufserfahrungen zu erfahren. "Auf dieser Grundlage kann dann eine den jeweiligen Fähigkeiten entsprechende und wohnortnahe Arbeitsstelle vermittelt werden", sagt die Projektleiterin. Darüber hinaus klärt Belinda Heindl ihre Klienten über die rechtlichen Möglichkeiten (Ratenzahlung, Kombination Raten/Arbeit, Bewährungswiderruf, Arrest, Ersatzfreiheitsstrafe) auf und belehrt sie über die rechtlichen und persönlichen Konsequenzen, falls nicht gearbeitet wird. "In diesem Gespräch versuche ich eine Einsicht über die Straftat zu erwecken und Handlungskonsequenzen zu erreichen." Sie zeigt auf welche anderen Hilfsangebote zur Verfügung stehen (Schuldnerberatung, Suchtberatung, Familienberatung...) und hilft bei der ersten Kontaktaufnahme.
Nach diesem Vorgespräch und der Abklärung des Ressourcenprofils des Klienten mit dem Profil der Arbeitsstelle, stellt Lifeline den ersten Kontakt her, klärt den Termin des Vorstellungsgesprächs und den Arbeitsbeginn ab. Eine realistische Frist zur Ableistung der Stunden wird vergeben und die Arbeitsstelle darüber informiert. Damit ist die Arbeit von Belinda Heindl aber noch nicht getan, denn die Arbeitsleistung wird regelmäßig von ihr kontrolliert und die zuständigen Stellen (Gerichte, Staatsanwaltschaft usw.) werden informiert.
|
|
Viel Motivationsarbeit
|
|
Das Projekt Lifeline hilft straffällig gewordenen Jugendlichen - und manchmal auch Erwachsenen
"Aber ins Tierheim will ich nicht", diesen Satz oder ähnliche hört man in der Lifeline fast täglich. Die Lifeline "Hilfen für straffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene" des Don Bosco Jugendwerks in Bamberg (www.canisiusheim.de) ist eine Vermittlungsstelle für gerichtlich auferlegte gemeinnützige Arbeitsstunden im Landgerichtsbezirk Bamberg. Wer zu Lifeline kommt, macht das wegen einer jugendgerichtlichen Weisung oder Bewährungsauflag, wegen der Umwandlungen aus einem Ordnungswidrigkeitsverfahren, wegen Geldstrafenschulden (Abwendung von Ersatzfreiheitsstrafen), Verfahrenseinstellungen und sonstigen Umwandlungen von Auflagen. Diese Klienten werden Lifeline von den Gerichten, der Staatsanwaltschaft, der Jugendgerichtshilfe, der Bewährungshilfe, den Berufsbetreuern, dem Sozialamt oder der Justizvollzugsanstalt zugewiesen. Deshalb sind einige der Straffälligen auch schon längst aus dem Jugendalter hinausgewachsen. "Wir fassen den Begriff 'Jugendlicher' hier sehr weit. Unsere ältesten sind 50 Jahre alt", sagt Belinda Heindl, die Projektleiterin von Lifeline.
Einsicht in die Straftat wecken
Das Projekt Lifeline gibt es seit 1. Oktober 2002. Seit dieser Zeit hat Lifeline mehr als 500 Klienten betreut; davon 238 männliche Jugendliche, 121 weibliche Jugendlich, 123 männliche Erwachsene und 23 weibliche Erwachsene. Die Straffälligen haben seit Bestehen des Projekts mehr als 13600 Stunden gearbeitet, um die ihnen auferlegte Strafe abzubüßen. Finanziert werden Lifeline durch gerichtlich auferlegte Bußgelder und Spenden. Bis Mitte Mai fördert das Arbeitsamt die Stelle von Belinda Heindl.
Für jeden Klienten nimmt sich Belinda Heindl viel Zeit um etwas über seinen persönlichen und sozialen Hintergrund, sein Einkommen, die Gesundheit oder Berufserfahrungen zu erfahren. "Auf dieser Grundlage kann dann eine den jeweiligen Fähigkeiten entsprechende und wohnortnahe Arbeitsstelle vermittelt werden", sagt die Projektleiterin. Darüber hinaus klärt Belinda Heindl ihre Klienten über die rechtlichen Möglichkeiten (Ratenzahlung, Kombination Raten/Arbeit, Bewährungswiderruf, Arrest, Ersatzfreiheitsstrafe) auf und belehrt sie über die rechtlichen und persönlichen Konsequenzen, falls nicht gearbeitet wird. "In diesem Gespräch versuche ich eine Einsicht über die Straftat zu erwecken und Handlungskonsequenzen zu erreichen." Sie zeigt auf welche anderen Hilfsangebote zur Verfügung stehen (Schuldnerberatung, Suchtberatung, Familienberatung...) und hilft bei der ersten Kontaktaufnahme.
Nach diesem Vorgespräch und der Abklärung des Ressourcenprofils des Klienten mit dem Profil der Arbeitsstelle, stellt Lifeline den ersten Kontakt her, klärt den Termin des Vorstellungsgesprächs und den Arbeitsbeginn ab. Eine realistische Frist zur Ableistung der Stunden wird vergeben und die Arbeitsstelle darüber informiert. Damit ist die Arbeit von Belinda Heindl aber noch nicht getan, denn die Arbeitsleistung wird regelmäßig von ihr kontrolliert und die zuständigen Stellen (Gerichte, Staatsanwaltschaft usw.) werden informiert.
Viel Motivationsarbeit
Daneben ist Belinda Heindl immer auf der Suche nach neuen Arbeitsstellen. Gibt es einmal Probleme in einer der Arbeitsstellen, hat sie immer ein offenes Ohr, und versucht, das Problem mit den Betroffenen gemeinsam zu lösen. Wer nicht wie vereinbart zur Arbeit kommt, die Arbeit abgebrochen hat, wird angemahnt. Viel Motivationsarbeit ist nötig. Kann eine Arbeitsstelle einen Klienten nicht mehr beschäftigen, macht sich Belinda Heindl auf die Suche nach einer neuen Stelle.
Nach Ende der vereinbarten Frist wird die Arbeitsleitung überprüft, ein Stundennachweis eingefordert, ein Abschlussgespräch mit dem Klienten und ein Auswertungsgespräch mit der Einsatzstelle geführt. In diesem Abschlussgespräch hilft Lifeline dem Klienten, einen Job zu finden, in einem vom Arbeitsamt geförderten Projekt Fuß zu fassen oder andere Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen.
|
|
|
 |