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„Zirkuswerkstatt 2008“
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Leitbild des Projektes ist: jungen Menschen Mut machen, ihre Stärken entdecken und ihre Fähigkeiten fördern
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Projektdauer: 01.07.2008 - 30.06.2009
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Ausgangssituation
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Für junge Menschen ist der Übergang von der schulischen zur beruflichen Ausbildung auf dem Hintergrund systemischer, konstitutioneller und gesellschaftlicher Bedingungen oft so schwierig, daß differenzierte Hilfen zur Überwindung der Probleme erforderlich sind.
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Zielsetzung des Projektes
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Mit dem Projekt „Zirkuswerkstatt“ sollen benachteiligte junge Menschen gefördert werden, die ungünstige Bildungsvoraussetzungen haben, die unter sozialen oder gesundheitlichen Belastungen leiden oder Opfer von gesellschaftlicher Diskriminierung oder Ausgrenzung geworden sind.
Durch die in der Zirkuswerkstatt vermittelte berufliche Basisqualifizierung und durch das Training von personalen und sozialen Schlüsselqualifikationen sollen die jungen Menschen realitätsbezogene Vorstellungen von Arbeit und Ausbildung entwickeln und in Ausbildung oder auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.
Ziel ist nicht nur eine gute Bruttorate der Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt sondern auch der individuelle Nettoeffekt der Teilnehmer dieser besonders schwierigen Zielgruppe, z.B. die Vereinbarung einer therapeutische Maßnahme als Voraussetzung und bedeutsamer Meilenstein der sozialen und beruflichen Integration.
Ziel in der Zirkuswerkstatt ist, die Qualifizierungsangebote so zu gestalten, daß sie sich an individuellen, bedürfnisorientierten und maßgeschneiderten Ausbildungsverläufen orientieren: die Jugendlichen sollen gefördert werden, indem sie - entsprechend ihren individuellen Möglichkeiten – gefordert werden.
Ziel in der Zirkuswerkstatt ist auch die gesellschaftliche und individuelle Bedeutung der Arbeit zu vermitteln. Daher wird als bevorzugte Methode Projektarbeit in gemeinnützigen Einrichtungen angewendet, um die Sinnhaftigkeit der Arbeit für diese besonders an Mißerfolg gewöhnte Zielgruppe erfahrbar werden zu lassen und daraus Motivation und Spaß zu schöpfen.
Das „Projekt Zirkuswerkstatt" versteht sich als Bindeglied zwischen den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Zielgruppe auf der einen Seite und den Gegebenheiten und Anforderungen des Ausbildungs- und Arbeitsmarkts auf der anderen Seite. Eine praxisnahe Kooperation mit Arbeitsamt und Betrieben wird daher als besonders wichtig erachtet.
Ohne die Leistungen des ESF wäre das „Projekt Zirkuswerkstatt 2008“ nicht durchführbar.
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Zielgruppe
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Ausgangslage
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Das Projekt richtet sich an junge Menschen, die sich nach dem Hauptschulabschluss vergeblich um eine Ausbildung oder Beschäftigung bemühten oder ihre Ausbildung/Beschäftigung abgebrochen haben oder abbrechen mußten. Diese jungen Menschen erhalten keine anderen Hilfen zur beruflichen Integration. Sie haben Defizite in den personalen und sozialen Kompetenzen und sind aufgrund ihrer negativen Erfahrung mit Ausbildung und Arbeit demotiviert und haben eine relativ hohe Selbstwertproblematik.
Aufgrund dieser hohen Belastungen sind diese jungen Menschen in mehrfacher Hinsicht benachteiligt und es muß davon ausgegangen werden, daß sie in besonderer Weise von dauerhafter beruflicher - und daran anschließender sozialer Ausgrenzung - bedroht sind, wenn nicht besondere Qualifizierungsmaßnahmen ihre beruflichen Chancen erhöhen.
- Schwierige persönliche Situation, gekennzeichnet durch materiellen und emotionalen Mangel
- Defizit allgemeiner Sozialkompetenzen und mangelndes Selbstwertgefühl und Perspektivenlosigkeit bis hin zur Passivität.
Hinzu kommt fehlendes Wissen über arbeitsmarktliche Realitäten und Möglichkeiten zur beruflichen Qualifizierung und Einstieg in den Arbeitsmarkt.
- Spezifische Gegebenheiten des Arbeitsmarktes in Bamberg (zu wenig Ausbildungsplätze für benachteiligte junge Menschen, geringe Arbeitsplatzangebote für Minderqualifizierte).
Die Ausgangsbedingungen erfordern eine individuelle Orientierung und Qualifizierung und eine intensive sozialpädagogische Begleitung während und nach der Qualifizierungsmaßnahme.
Durch das Zirkuswerksatt erhalten die jungen Menschen die Chance „Arbeitstugenden“ zu entwickeln und zu trainieren, sie erhalten „basics“ handwerklicher und dienstleistlerischer Tätigkeiten, erleben Erfolg durch Projektarbeit, erfahren Wertschätzung durch die Anleiter und durch das Projekt insgesamt wieder „Bock auf Ausbildung und Arbeit“.
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Teilnehmergewinnung
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Für die Maßnahme sind max. 22 Teilnehmer gleichzeitig geplant.
Potentielle Teilnehmer sollen über die Maßnahme informiert werden durch
a) eine enge Zusammenarbeit mit den Arbeitsamt
b) Auflegen und Verteilen von Infoblättern in städtischen Ämtern, in
entsprechenden Beratungsstellen und Einrichtungen, in Treffpunkten für
Jugendliche und Informationen an Streetworker
c) Pressearbeit
Die Aufnahme in die Maßnahme erfolgt aufgrund ausführlicher Eingangsgespräche.
Die Einbindung des Projekts in die bestehende soziale Infrastruktur ist von Anfang an sehr wichtig.
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Inhaltliche Gestaltung
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Das „Projekt Zirkuswerkstatt“ ist geprägt von einer engen Verzahnung von Theorie, Praxis und Schlüsselkompetenzen:
Die fachübergreifende Qualifizierung (Allgemeinbildung und Kompetenztraining), die praktischen Tätigkeiten und die sozialpädagogischen Maßnahmen sind aufeinander abgestimmt und je nach Situation kombinierbar.
Im „Projekt Zirkuswerkstatt“ arbeiten Jugendliche unter einer Leitung zusammen.
Der Ablauf des Projekts ist so angelegt, daß von der persönlichen Situation der jungen Menschen ausgegangen wird und mit praktischen und theoretischen Modulen in der Qualifizierungsmaßnahme ein realistisches Angebot zur beruflichen und sozialen Integration gemacht wird.
Diese Vermittlung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt wird innerhalb eines Jahres angestrebt. Ein frei werdender Platz wird sofort neu belegt.
Die Vermittlung von Arbeitstugenden und handwerklichen basics geschieht sowohl losgelöst vom Arbeitsablauf in theoretischen Einheiten, als auch in der Werkstatt bzw. am Arbeitsplatz als integriertes Kompetenztraining bzw. Bildungsangebot.
Um eine Überforderung mit einem ganztägigen Bildungstag zu vermeiden und eine starke Nähe zum praktischen Alltag herzustellen, werden die Bildungsinhalte und Kompetenztrainings auf die einzelnen Werktage verteilt (siehe Lehrplan).
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Lernen durch Projektmethode in gemeinnützigen Einrichtungen
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In der Zirkuswerksatt gilt die Projektarbeit in gemeinnützigen Einrichtungen als erfolgversprechende Methode. Daher werden die Jugendlichen an der Projektentstehung, Planung und Durchführung beteiligt. Ebenso an der Dokumentation. Den Abschluß eines Projektes bildet jeweils die gemeinsame Reflexion und eine Abschlußfeier. Diese Methode erfordert nicht nur ein Instrumentarium personaler und sozialer Kompetenzen, sondern motiviert die jungen Menschen in ganz besonders nachhaltiger Form: Sie erfahren die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit unmittelbar und auch deren gesellschaftliche Bedeutung. Darüber hinaus werden für diese jungen Menschen Förderbedingungen geschaffen, die denen des ersten Arbeitsmarktes ähnlich sind.
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Sozialpädgogische Elemente
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- Beratungs- bzw. Clearinggespräch: Erwartungsklärung und Teilnahmemotivation, Sozialpädagogische Diagnostik
- Unterstützung bei der Ausbildung-/Arbeitsplatzsuche durch Betriebsbesuche, Bewerbungstrainings mit den Jugendlichen
- Unterstützung bei der Organisation und Begleitung bei Bewerbungsgesprächen
- Enge und vertrauliche Zusammenarbeit mit der Berufsberatung des Arbeitsamtes sowie ggf. anderen Institutionen (z.B. Jugendamt)
- Individuelles Coaching und Berufsklärung; Hilfen zur besseren Selbsteinschätzung des Leistungsvermögens des Jugendlichen
- Krisenintervention bei auftretenden Konflikten und Problemen mit Eltern, Vorgesetzten, Kollegen
- schriftliche Dokumentation des Maßnahmeverlaufs
- Statistische Darstellung des Personenkreises, z.B. Alter, Geschlecht, Qualifizierungsergebnisse, eingesetzte Hilfen usw.
- Unterstützung bei Veränderung in der persönlichen und sozialen Lebensgestaltung
- Unterstützung bei der Bewältigung behördlicher Auflagen (Jugendgerichtshilfe, Schulden, ...)
Persönlichkeitstraining (Vermittlung von Schlüsselqualifikationen)
- Weitervermittlung bei persönlichen Problemen in Beratungsstellen
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Handwerkliche basics
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Vermittlung von Grundqualifikationen im Bereich:
- Holz,
- Landschaftsbau
- Metall
- Farbe
- Gebäudesanierung
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Zu vermittelnde Qualifikationen
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Mit dem Projekt soll durch Training von Arbeitstugenden und handwerklicher Grundqualifizierung Freude am Erfolg und berufliche Handlungskompetenz vermittelt werden: Die Maßnahme selbst versteht sich als Trainingsfeld für die Anforderungen von Ausbildung und Beschäftigung.
Das mit der Maßnahme angestrebte Qualifikationsniveau ist offen für verschiedene Berufsfelder wie Gartenbau, Landschaftspflege, Rohbau- und Innenausbauarbeiten
Aufgrund der anzunehmenden heterogenen Struktur der Lehrgangsgruppe ist bei der Qualifikationsvermittlung eine Binnendifferenzierung erforderlich.
Ausgehend von der Zielsetzung und der Zielgruppe werden folgende Qualifikationen vermittelt:
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Entwicklung personenbezogener Qualifikationen
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- Selbstvertrauen und Selbstverantwortung
- realistische Selbsteinschätzung
- Benennen eigener Fertigkeiten und Kenntnisse,
- Ausdauer und Durchsetzung eigener Ziele
- Entwickeln langfristiger Lebens- und Berufsplanung
- Konflikt- und Belastungsfähigkeit
- soziale Kompetenzen
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Entwicklung von berufsübergreifenden Qualifikationen
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- Selbstorganisiertes Lernen
- Fähigkeit zur Informationsbeschaffung und -verarbeitung
- Lösungsorientiertes Denken
- Kommunikationsfähigkeit
- Kooperation, Arbeiten im Team
- Zeitmanagement und Arbeitsorganisation
- Konflikt- und Verhandlungsfähigkeit
- Auffrischung schulischer Kenntnisse und Fertigkeiten
- Zuverlässigkeit
- Lern- und Leistungsbereitschaft
- Ausdauer
- Durchhaltevermögen und Belastbarkeit
- Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit
- Konzentrationsfähigkeit
- Verantwortungsbereitschaft und Selbständigkeit
- Fähigkeit zur Kritik und Selbstkritik
- Kreativität und Flexibilität
- Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit
- Höflichkeit und Freundlichkeit
- Konfliktfähigkeit
- Toleranz
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Kooperationspartner:
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- Agentur für Arbeit
- Sozialamt
- Jugendamt
- Gartenbauamt
- Baubetriebsamt
- Landesbund Vogelschutz
- Umweltbeauftragte der Stadt Bamberg
- Umweltbeauftragte der Erzdiözese
- Jugendtreffs
- Jugendzentrum
Eine Vernetzung mit vergleichbaren Projekten wird angestrebt.
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Bau des Viermasters - "FELuWa"
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