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Details
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Rechtliche Grundlage
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SGB VIII ( KJHG) § 22
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Zielgruppe
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Schülerinnen und Schüler, von der 1. Klasse bis Schulabschluß und deren Familien und Teilfamilien, die in der Stadt Bamberg ihren Hauptwohnsitz haben. Diese Kinder und Jugendlichen besuchen Schulen wie z.B.
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- Grund- und Hauptschulen
- weiterführende Schulen
- (Realschulen, Gymnasien)
- Förderschulen
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Ziele
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Die Gesamtpersönlichkeit der jungen Menschen soll hinsichtlich ihrer
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- Leistungsfähigkeit,
- Selbstständigkeit,
- Gemeinschaftsfähigkeit
- Erlebnisfähigkeit und Glaubensoffenheit
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gefördert und stabilisiert werden.
Das heißt für uns im Kinderhort:
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- sinnvolle Freizeitgestaltung und schulische Förderung sind gleichwertiger Bestandteil unseres Erziehungsansatzes.
- Unterstützung bei der Bildung eines sozialen politischen und ökologischen Bewußtseins
- Förderung der individuellen Begabung und der sozialen Grundkompetenzen der Kinder und Jugendlichen
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Konzeption
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Pädagogische Konzeption
Kinderhort Don Bosco
Don Bosco Jugendwerk Bamberg
Weide 4 – 6
96047 Bamberg
Tel. 0951/96570-140
Träger:
Deutsche Provinz
der Salesianer Don Boscos
St.-Wolfgangsplatz 10
81669 München
Liebe Eltern, liebe Leser,
vor Ihnen liegt die Konzeption des Kinderhortes Don Bosco im Don Bosco Jugendwerk Bamberg.
Die Leitung und das Team des Kinderhortes haben aufgeschrieben, was es im Hort für Möglichkeiten gibt und was an Struktur notwendig ist, um den Schulkindern eine gute Förderung zukommen zu lassen.
Mit Förderung meine ich nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten, sondern auch, dass gelernt wird, gemeinsam in der Gruppe und nicht egoistisch für sich selbst etwas voran zu bringen. Mit Förderung meine ich aber auch nicht nur die schulischen Fächer, die bewertet werden, sondern auch die Kreativität, musische, künstlerische und sportliche Fähigkeiten.
Wenn es gelingt, diese Kompetenzen zu wecken und zu fördern, wird der junge Mensch mit viel Selbstvertrauen die an ihn gestellten, abprüfbaren Leistungen erbringen. Das hat nicht nur Pisa und die skandinavischen Länder gezeigt - Selbstvertrauen ist die beste Voraussetzung für gute Leistungen - sondern es war auch ein Anliegen Don Boscos mit Spielen Kinder fröhlich zu machen und ständig danach zu suchen, was in jedem Kind an Fähigkeiten steckt.
Mit Optimismus und Neugierde wollen wir auf die Kinder zugehen! In diesem Sinne wünsche ich Allen eine bestmögliche Förderung der Kinder, um sie auf ein gelingendes Leben vorzubereiten.
Mit herzlichem Gruß
E. Hartmann
Gesamtleitung
Don Bosco Jugendwerk
Konzeption Kinderhort Don Bosco
Gliederung
1. Leitbild
2. Begriffsdefinition „Kinderhort“
3. Rechtliche Grundlagen
4. Zielgruppe
5. Rahmenbedingungen
5.1 Entstehung, Lage, Räume, Außengelände
5.2 Öffnungszeiten
5.3 Gruppenanzahl und Zusammensetzung
6. Personal/Qualifikation
6.1 Fort- und Weiterbildung
7. Pädagogische Zielsetzung
7.1 Situation und Bedürfnisse der Kinder
7.2 Pädagogische Schwerpunkte
8. Alltagsstruktur
9. Inhalte und Methoden der pädagogischen Arbeit
9.1 Hausaufgabenbetreuung
9.2 Freizeit
9.2.1 Freispiel
9.2.2 Geplante Angebote
9.2.3 Ferienbetreuung
9.2.4 Projektarbeit
9.2.5 Beteiligung der Kinder
9.3 Verpflegung
10. Teamarbeit
10.1 Praktikantenanleitung
11. Zusammenarbeit mit den Eltern
12. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
12.1 Zusammenarbeit mit Schulen
12.2 Zusammenarbeit mit anderen sozial-pädagogischen Einrichtungen, Ämtern, Behörden, Beratungsstellen
13. Öffentlichkeitsarbeit
14. Besonderheiten
14.1 Zirkuspädagogik
14.2 Bereichsübergreifende Zusammenarbeit/Vernetzung
1 Leitbild
Wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderhorts Don Bosco lassen uns leiten von dem Stil Don Boscos, der auf der Grundlage seines Glaubens besonders benachteiligten jungen Menschen mit einer tiefen Sympathie begegnete. Diese Qualität der Begegnung drückte sich vor allem darin aus, dass er nicht nur für die jungen Menschen arbeitete, sondern mit ihnen zusammenlebte und herzliche Gastfreundschaft pflegte. Er sorgte stets dafür, dass etwas los war. Er schaffte durch seine Person und durch entsprechende Strukturen eine frohe Atmosphäre. Er entdeckte immer positive Seiten der Kinder und Jugendlichen und entwickelte so für und mit den Kindern und Jugendlichen Berufs- und Lebensperspektiven.
2 Begriffsdefinition „Kinderhort“
Der Kinderhort Don Bosco ist eine Kindertagesstätteneinrichtung für schulpflichtige Kinder, deren Sorgeberechtigte eine außerschulische Betreuung mittags und nachmittags wünschen.
Der Hort ist eine sozialpädagogische Einrichtung, die die soziale, emotionale und intellektuelle Kompetenz der Kinder und Jugendlichen fördert und entsprechende Leistungsangebote für die Gruppe und das einzelne Kind macht. Der Hort bietet darüber hinaus den Familien Unterstützung und Entlastung, um den gestiegenen Anforderungen an die Erziehung gerecht werden zu können. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Hortes kooperieren sehr eng mit den Schulen und allen an der Erziehung Beteiligten.
3 Rechtliche Grundlage
SGB VIII (KJHG) § 22
Bayerisches Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz
4 Zielgruppe
Zielgruppe des Kinderhorts Don Bosco sind Schülerinnen und Schüler von der 1. Klasse bis Schulabschluss und deren Familien und Teilfamilien, die in der Stadt Bamberg ihren Hauptwohnsitz haben.
Diese Kinder besuchen Schulen wie z.B.
• Grund- und Hauptschulen
• Weiterführende Schulen (Gymnasien, Realschulen)
• Förderschulen
• SVE
5 Rahmenbedingungen
5.1 Entstehung, Lage, Räume, Außengelände
Der 3-gruppige Kinderhort ist in zwei alten Wohnhäusern der Jahrhundertwende untergebracht. Im Jahr 1991 wurden diese denkmalgeschützten Gebäude in zentraler Innenstadtlage mit Mitteln der Stadt Bamberg aufwändig saniert.
Im Oktober 1991 wurde der Hortbetrieb aufgenommen.
Die räumliche Aufteilung und der Flair der alten Bausubstanz bieten sowohl fachliche Betreuungsmöglichkeiten als auch familiäre Wohnatmosphäre.
Dafür wurden die großen Räume durch verschiedene Wohnebenen bis hin zum Durchbruch optisch gegliedert und funktional getrennt (Lesen, Kuscheln, Essen, Spielen…)
Jeder Gruppe stehen 2 große Gruppenwohnräume zur Verfügung.
Gruppenübergreifend können folgende Räume und Flächen genutzt werden:
1. Räume innerhalb des Hortgebäudes
• Ein großer Werkraum
• Ein Mehrzweckraum als ‚Oase’ zum Nachdenken, Entspannen, Konzentrieren
• Ein Billardkeller
• Moderne sanitäre Anlagen inkl. Duschen
• Eine große Küche
2. Räume innerhalb der Gesamteinrichtung
• Eine kleine Turnhalle
• Ein Schwarzlichtraum
• Ein Fotolabor
• Eine Kapelle/Andachtsraum
• Ein als Manege gestalteter Raum für Zirkusproben und –aufführungen
• Zwei Zirkuszelte mit bis zu 500 Plätzen
3. Außengelände direkt am Haus
• Ein Spielgarten mit altem Baumbestand (zum Klettern, Rutschen, Schaukeln, Grillen…)
• Ein Fußballplatz mit ca. 1750 qm (Hartplatz)
• Ein Basketballfeld
• Ein abschließbares Fahrradhaus
4. zusätzliche Außenflächen außerhalb des Standortes
• Garten mit Streuobstwiese im Ottobrunnen
• Elementegarten im Josefsheim
(Hochseilgarten, Wasserspielplatz, Feuerarena, Lamas)
Durch die organisatorische und inhaltliche Vernetzung des Kinderhortes mit der Gesamteinrichtung, dem Don Bosco Jugendwerk Bamberg, stehen uns diese vielfältigen räumlichen und materiellen Ressourcen zur Verfügung.
5.2 Gruppenanzahl und Zusammensetzung
Der Kinderhort Don Bosco bietet Platz für ca. 72 Kinder.
Die Betreuung erfolgt in 3 altersorientierten Gruppen mit einer Richtgröße von 25 Kindern.
Durch diese Orientierung können ähnliche altersspezifische Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder berücksichtigt werden.
5.3 Öffnungszeiten
Uns ist es wichtig, sowohl unsere Jahres-, als auch unsere täglichen Öffnungszeiten an den Bedürfnissen der Eltern, Kinder und Kostenträger zu orientieren und gleichzeitig so zu gestalten, dass Kindern und Eltern genügend Raum für ‚Familienleben’ bleibt.
Daher ist der Hort zusätzlich zu den Schulwochen den Großteil der Ferien geöffnet. Die nähere Regelung der Ferienöffnungszeiten wird jährlich im Hortkalender verbindlich festgelegt.
Die tägliche Betreuung während der Schulzeiten beginnt frühestens um 11.00 Uhr und dauert bis längstens 17.30 Uhr, am Freitag schließt der Hort um 16.00 Uhr.
Während der Ferienzeiten öffnet der Hort bereits um 7.30 Uhr und endet von Montag bis Freitag um 17.00 Uhr.
6 Personal/Qualifikation
In jeder Hortgruppe sind 2 Fachkräfte beschäftigt. Diese Fachkräfte sind staatlich anerkannte Erzieher/innen bzw. Dipl. Sozialpädagog/innen.
Zusätzlich werden bei uns auch Erzieherpraktikant/innen der Fachakademien für Sozialpädagogik ausgebildet.
6.1 Fort- und Weiterbildung
Wir Mitarbeiter/innen im Don Bosco Jugendwerk haben die Möglichkeit, an Fortbildungen, Weiterbildungen und Arbeitskreisen teilzunehmen, um neue Impulse und Anregungen zu bekommen und unsere fachlich pädagogischen Kompetenzen zu erweitern.
7 Pädagogische Zielsetzung
Der Don Bosco Hort ist offen für Kinder und Jugendliche aller Schichten und Konfessionen.
Grundlage unserer Erziehung ist die christliche Weltanschauung.
Besonders wichtig ist uns der Erziehungsstil Don Boscos und sein Prinzip der ganzheitlichen Erziehung.
7.1 Situation und Bedürfnisse der Kinder
Im pädagogischen Alltag wird deutlich, dass Kinder nicht isoliert von ihrer Umwelt wahrzunehmen sind. Darum ist es notwendig, die Situation und die Lebenswelt der Kinder in die pädagogische Arbeit mit einzubeziehen.
Zur Lebenswelt der Kinder gehören die Familie, das nähere Umfeld wie Freunde, Schule etc. und gesellschaftlich vorgegebene Rahmenbedingungen.
Dadurch ergeben sich viele Situationen, mit denen die Kinder konfrontiert werden (z.B. Trennung der Eltern, schulische Situation, Einfluss der Medien…)
Wir wollen den Kindern einen Lebensraum gewähren, der diese Situationen berücksichtigt und gleichzeitig die grundlegenden und individuellen Bedürfnisse der Kinder nach Liebe und Geborgenheit, neuen Erfahrungen, Lob und Anerkennung, Verantwortung und Selbstständigkeit, Übersicht und Zusammenhang aufgreift.
7.2 Pädagogische Schwerpunkte
Die Gesamtpersönlichkeit eines Kindes umfasst Körper, Geist und Seele. Diese Ganzheitlichkeit der Kinder in besonderer Weise zu beachten, zu unterstützen und zu fördern ist uns in unserer pädagogischen Arbeit ein wichtiges Anliegen.
In unseren pädagogischen Schwerpunkten
• Selbstständigkeit
• Lern- und Leistungsfähigkeit
• Gemeinschaftsfähigkeit
• Erlebnisfähigkeit und Glaubensoffenheit
werden die 3 Aspekte der Ganzheitlichkeit beispielsweise folgendermaßen berücksichtigt:
• Selbstständigkeit
Körper: lebenspraktische Fähigkeiten (Anziehen, Schuhe binden, Essen…)
Geist: eigene Ideen entwickeln, Entscheidungsfähigkeit stärken
Seele: Verantwortung übernehmen, Selbstbewusstsein, Vertrauen in sich selbst entwickeln
• Lern- und Leistungsfähigkeit
Körper: durch Sport und Spiele Beweglichkeit und Koordination aufbauen
Geist: Konzentration fördern, Aufnahmefähigkeit steigern (Sinneswahrnehmungen)
Seele: Erfolge oder Misserfolge verkraften lernen
• Gemeinschaftsfähigkeit
Körper: eigene körperliche Fähigkeiten entwickeln und einschätzen können
Geist: Teamfähigkeit entwickeln, Rücksichtnahme und Toleranz lernen
Seele: Freude am Spiel in der Gemeinschaft erleben, sich angenommen fühlen, in einer Gruppe geborgen sein
• Erlebnisfähigkeit und Glaubensoffenheit
Körper: Neue Schritte wagen
Geist: Neugier fördern und entwickeln, Sensibilisierung der Sinne, offen sein für Fremdes, Akzeptanz entwickeln
Seele: Werteentwicklung unterstützen, Sensibilisierung des Gewissens
8 Alltagsstruktur
Für eine gelungene pädagogische Arbeit im Hort erscheint es uns sinnvoll, den Tag in einen Rhythmus zu bringen.
Dies gibt einerseits den Kindern Sicherheit, weil sie wissen, was sie erwartet, andererseits ist dadurch für die Kinder und Mitarbeiter/innen die effiziente Gestaltung des Tages möglich.
Dadurch sind die Kinder angehalten, dranzubleiben:
Sei es beim Mittagessen, den Hausaufgaben oder in der Freizeit.
Sie erleben diese Zeiten als klaren Rahmen, der ihnen die Möglichkeit bietet, innerhalb der Gruppe die sozialen Grundkompetenzen zu trainieren und der trotzdem Raum für individuelle Bedürfnisse lässt.
Folgende Kernzeiten gliedern den Alltag der Kinder und Jugendlichen:
• Ankommzeit 11.00 – 13.45 Uhr
• Mittagessen 12.45 – 14.00 Uhr
• Hausaufgaben 14.00 – 15.30 Uhr
• Freizeit 15.30 – 17.00 Uhr
• Geh- bzw. Abholzeit 17.00 – 17.30 Uhr bzw. freitags 16.00 Uhr
9 Inhalte und Methoden der pädagogischen Arbeit
Die 3 Kernelemente des Hortalltags – Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung – nehmen bei uns im Rahmen der ganzheitlichen Erziehung den gleichen Stellenwert ein.
9.1 Hausaufgabenbetreuung
Der Hort bietet den Kindern den geeigneten Rahmen zur Erledigung ihrer Hausaufgaben.
• Zwischen 14.00 und 15.30 Uhr werden die Hausaufgaben in allen Gruppen erledigt. Dadurch ist es für die Kinder möglich, störungsfrei und konzentriert zu arbeiten.
• Jeder Gruppe stehen mindestens zwei getrennte Räume für die Hausaufgabenzeit zur Verfügung. Hier hat jedes Kind einen festen Hausaufgabenplatz.
• Jeweils ca. 12 Kinder werden von einer Fachkraft (Gruppenerzieher/in bzw. Sozialpädagogin) betreut. Dabei ist es unser Hauptanliegen, den Kindern Anleitung zum selbstständigen Arbeiten zu geben und ihnen Unterstützung und Hilfestellung zukommen zu lassen.
• Nach Möglichkeit bieten wir individuelle Hilfen an, jedoch nicht im Sinne von Nachhilfeunterricht.
• Lernhilfen, bzw. –spiele und Materialien zur Konzentrations- und Lernförderung finden in allen Gruppen Einsatz (z: B. LÜK-Kästen, Arbeitsblätter, LOGO-Würfel, Rechenmaschinen etc.).
• Die Hausaufgaben der Kinder werden von uns regelmäßig und zuverlässig kontrolliert. Dabei dient das Hausaufgabenheft als Kontaktheft zwischen Hort, Familie und Schule.
• Um die Kinder zu motivieren, arbeiten wir vor allem mit positiver Verstärkung in Form von Lob, Anerkennung sowie einem Belohnungssystem.
9.2 Freizeit
9.2.1 Freispiel
Wir bezeichnen Freispiel als die Zeitspanne im Tagesablauf, in der die Kinder und Jugendlichen in möglichst freier Selbstbestimmung ihre Tätigkeit wählen und spontan entstehenden Spielbedürfnissen nachgehen können.
Während dieser Zeit nehmen wir die Aufsichtspflicht über die Kinder und Jugendlichen wahr und gewinnen so wichtige Erkenntnisse über deren kognitives, soziales, kreatives, motorisches und kommunikatives Verhalten.
Während der Freispielzeit sind wir, je nach Gegebenheit, aktiv am Spiel beteiligt oder aber beobachtend, unterstützend oder eingreifend dabei.
9.2.2 Geplante Angebote
Angebote von uns übernehmen die Aufgabe, im außerschulischen Bereich soziale, kulturelle, kreative und kommunikative Lernmöglichkeiten anzubieten. Unterschiedliche Kinder und Jugendliche aber brauchen und wollen unterschiedliche Zugangswege zur Gestaltung ihrer Freizeit. Aus diesem Grund bieten wir Beschäftigungen aus allen Bereichen der Freizeitpädagogik an z. B.
• Quiz, Ratespiele
• Rollenspiele und Theater
• Singen und Musizieren
• Malwettbewerbe
• Fang-, Staffel- und Wettspiele
• Abenteuer- und Kooperationsspiele
• Basteln und Werken mit unterschiedlichen Materialien (Papier, Holz, Ton…)
Mit den Kindern gemeinsam erleben wir die Feste und Feiern im Jahreskreis. Diese sind z. B.:
• religiöse Feste, Jubiläumsfeste
• Sport- und Spielfeste (z. B. Fußballturnier)
• Geburtstagsfeste
• Jahresabschlussfeste
9.2.3 Ferienbetreuung
In den Ferien ist unser Kinderhort von 7.30 – 17.00 Uhr geöffnet.
Aufgrund der längeren Verweildauer der Kinder und den entfallenden schulischen Anforderungen ist ein individuelles – zum Teil gruppenübergreifendes – Arbeiten möglich.
Die Kinder und Jugendlichen haben in den Ferien Zeit und Raum, eigene Vorschläge und Spielideen aufzugreifen und zu intensivieren und so den Tagesablauf mitzugestalten.
Darüber hinaus finden verschiedene Aktivitäten außer Haus statt, wie Tagesausflüge und Wanderungen, Schwimmbadbesuche, Zirkusprojekttage und vieles mehr.
Einmal im Jahr ist eine mehrtägige Ferienfreizeit geplant.
9.2.4 Projektarbeit
Angebote im Hort finden auch in Form von Projekten statt.
Bei einem Projekt wird ein bestimmtes Thema über einen längeren Zeitraum hinweg intensiv behandelt.
Bei uns im Kinderhort können solche Projekte vor allem während der Ferienbetreuung angeboten werden, wir entwickeln jedoch auch Projekte, die sich über ein ganzes Hortjahr erstrecken.
Beispiele für laufende bzw. bereits stattgefundene Projekte:
• Kinderbücherei „Bücherkiste“
• Kindermusik- und Umweltzirkus Feluwa
• Kinder und Kunst mit Vernissage
• Industriepercussiongruppe „Crashharmoniker“
• Kindermusical „Willi die Wühlmaus“
9.2.5 Beteiligung der Kinder
Zum einen haben unsere Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Wünsche und Ideen zur Freizeitgestaltung (sei es im Alltag oder in den Ferien) in die konkreten Planungen mit einzubringen.
Zum anderen werden sie in Gruppen- und Einzelgesprächen oder bei Kinderkonferenzen gefordert
• Konflikte verbal zu äußern
• Konfliktlösungen zu finden
• Gruppenregeln zu erstellen
Durch diese Beteiligung wird die Entwicklung zu selbstständig denkenden, Verantwortung übernehmenden und toleranten Menschen unterstützt bzw. gefördert.
Auf diese Weise erwerben Kinder im Don Bosco Kinderhort Basiskompetenzen, die wertvoll und vorteilhaft für ihr weiteres Leben sind.
9.3 Verpflegung
Ein wichtiges Anliegen ist uns das gemeinsame Mittagessen, das in der hauseigenen Küche täglich frisch zubereitet wird.
Eine warme Mahlzeit am Tag ist für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen notwendig.
Darüber hinaus bietet das gemeinsame Mittagessen die Möglichkeit, sich über die Erlebnisse des Vormittags auszutauschen.
Dabei legen wir Wert auf gute Umgangsformen und die Einhaltung von Tischmanieren.
Zusätzlich erhalten die Kinder eine Nachmittagsbrotzeit.
10 Teamarbeit
Das Kind ist in der Mitte unserer Überlegungen und Planungen. Aus diesem Grund ist eine enge Zusammenarbeit notwendig. Die Fachkräfte jeder Gruppe arbeiten im Team zusammen und organisieren, strukturieren und planen den Gruppenalltag unter pädagogischen Gesichtspunkten.
Gruppenübergreifende organisatorische und pädagogische Themen wie z. B. Terminabsprachen, Fallbesprechungen oder Planungen von Veranstaltungen werden regelmäßig im Gesamtteam behandelt.
In wöchentlichen Erzieherkonferenzen sowie Team- und Gruppenreflexionen beraten und entscheiden wir basierend auf unseren pädagogischen Leitlinien die gemeinsame Vorgehensweise zum Wohl des Kindes.
10.1 Praktikantenanleitung
Angehende Erzieher/innen werden regelmäßig in unserer Einrichtung ausgebildet. Die Anleitung dieser Praktikant/innen ist sowohl für die Entwicklung der Praktikanten als auch für die Zusammenarbeit im Team von großer Wichtigkeit. Sie umfasst Hinweise im Tagesgeschehen, einmal wöchentlich stattfindende Anleitergespräche sowie die Teilnahme der Praktikant/innen an Konferenzen und Besprechungen.
Unsere Einrichtung bietet darüber hinaus jungen Menschen aus weitern Schulen oder Universitäten die Möglichkeit, ihr Praktikum abzuleisten.
11 Kooperation
Eine Grundvoraussetzung, um sinnvolle pädagogische Arbeit leisten zu können, ist für uns eine enge Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrer/innen und anderen sozialpädagogischen Einrichtungen.
Die im Kinder- und Jugendhilfegesetz geforderte familienergänzende und familienunterstützende Betreuung von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen erfordert eine enge Kooperation des Hortes mit den Erziehungsberechtigten und allen an der Erziehung des Kindes Beteiligten.
Weit jedoch über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus geht es uns im Miteinander um die Schaffung einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre.
Durch Informationen, Gespräche, Einblicke geben in die pädagogische Arbeit wird es uns möglich, gemeinsam die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen positiv zu begleiten.
Um ein gute Zusammenarbeit zu ermöglichen, halten wir folgende Ressourcen vor:
11.1 Zusammenarbeit mit Eltern
Die Arbeitszeit der Erzieher/innen beinhaltet ein wöchentliches Zeitbudget für Elterngespräche. In diesen Gesprächen besteht die Möglichkeit, über die individuelle und aktuelle Situation des Kindes/Jugendlichen zu reflektieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Vorgehensweisen zu besprechen.
Um die enge Zusammenarbeit auf institutioneller Ebene zu ermöglichen und die Elternschaft über die an der Planung und Gestaltung des Hortalltages zu beteiligen, wird jährlich ein Elternbeirat gewählt.
Die einzelnen Gruppen laden mindestens zweimal im Hortjahr zu Elternabenden ein.
Gemeinsame Aktionen mit Eltern und Kindern sollen die Kontakte der Eltern untereinander fördern, um einen Prozess in Gang zu setzen, sich gegenseitig zu unterstützen und auszutauschen.
In Elternbriefen werden die Erziehungsberechtigten über die Jahresplanung, die Öffnungszeiten, Feste, Aktionen, Ferienmaßnahmen und alle wichtigen Ereignisse informiert.
Im Hortvertrag erklären die Erziehungsberechtigten ihr Einverständnis, mit der Institution zusammenzuarbeiten und die daraus entstehenden Rechte und Pflichten wahrzunehmen.
11.2 Zusammenarbeit mit Schulen
Die Erzieher/innen besuchen in regelmäßigen Abständen entweder mit den Erziehungsberechtigten gemeinsam oder in deren Auftrag die Lehrer/innen zu ihren Sprechzeiten, um sich über die Entwicklung und den Leistungsstand des Kindes zu informieren. Die Inhalte werden an die Eltern weitergegeben.
Um in ständigem Austausch mit den Lehrer/innen der Kinder zu bleiben, verwenden wir Kontakthefte bzw. Hausaufgabenhefte als Informationsträger für schriftliche Mitteilungen. Außerdem erhalten alle Lehrkräfte die Durchwahlnummern der jeweiligen Erzieher/innen.
11.3 Zusammenarbeit mit anderen sozialpädagogischen Einrichtungen, Ämtern, Behörden, Beratungsstellen
Um der Erziehung zielgerichtete Formen zu geben, arbeiten wir außerdem mit
• Jugendämtern
• Beratungsstellen
• Anderen Kindertagesstätten
• Mobilen Diensten
• Ausbildungsstätten für pädagogische Berufe
• Ärzten und Therapeuten
• verschiedenen Bereichen der Gesamteinrichtung
und sonstigen sozialen und öffentlichen Einrichtungen zusammen.
12 Öffentlichkeitsarbeit
Der Kinderhort Don Bosco ist ein Bestandteil der Öffentlichkeit.
Ebenso wie der Träger legen wir deshalb Wert darauf, unsere Arbeit in der Öffentlichkeit transparent zu machen und um Eltern und Interessierte über unser Konzept zu informieren, einen Einblick in unsere Arbeit und Arbeitsweise zu geben, Atmosphäre erlebbar zu machen und Entscheidungshilfe für Kinder und Familien zu sein, die eine Tagesbetreuung suchen.
Für die Darstellung in der Öffentlichkeit nutzen wir verschiedene Medien wie Presse, Radio oder Fernsehen.
13 Besonderheiten
13.1 Zirkuspädagogik
Zirkuspädagogik ist ein besonderer Schwerpunkt der inhaltlichen pädagogischen Arbeit im Don Bosco Jugendwerk.
Im Hort wird diese verstärkt unter dem Gesichtspunkt eines pädagogisch fundierten Freizeit- und Kulturprojektes gesehen.
Den Kindern wird die Möglichkeit geboten, im Hortalltag Zirkuskünste auszuprobieren, Materialien und Techniken zu erproben.
Kinder aus allen Bereichen haben jährlich mindestens eine große gemeinsame Aufführung.
13.2 Bereichsübergreifende Zusammenarbeit/Vernetzung
Als Teil der Gesamteinrichtung (Don Bosco Jugendwerk Bamberg) stehen dem Kinderhort Don Bosco das berufsspezifische Fachwissen, die persönlichen Fähigkeiten und Interessen der Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Bereichen zur Verfügung.
Besonders eng arbeiten wir mit dem Kinderhort Boscolino zusammen. Durch die Möglichkeit, die Kinder in manchen Ferien wechselseitig zu betreuen, ist eine fast ganzjährige Hortbetreuung gewährleistet.
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