Pilgerprojekt in Frankreich mit unseren Jungs aus den heilpädagogischen Wohngruppen
Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela bietet vielen Menschen schon seit Jahrhunderten neue Perspektiven, Hoffnung und Herausforderung. Die einen suchen Abenteuer und Zerstreuung, andere sind auf der Suche nach neuen Glaubenserfahrungen und wieder andere nutzen die Pilgerschaft als Raum für Rückzug und Kontemplation. Allen Pilgern gleich ist die Auseinandersetzung mit sich selbst, mit den Anforderungen des Weges, mit dem Ziel Santiago de Compostela und mit Gott.
Die überzeugende Wirkung der Projekte auf dem „Camino de Santiago“ hat nun auch das Jugendwerk Don Bosco Bamberg in den Bann gezogen. Die heilpädagogischen Wohngruppen haben sich deshalb mit dem Jugendwerk Oberrimsingen im Sommer 03 zusammen auf den Pilgerweg gemacht.

Am 23.Juli 03 schlossen sich einige Mitarbeiter und Jugendliche aus den heilpädagogischen Wohngruppen dem Pilgerprojekt an, um sich gemeinsam mit ihnen auf die Spuren der Jakobuspilgerer zu begeben. Wir stellten uns der Herausforderung, eine Teilstrecke von 299 km ( ohne Umwege ) auf dem Pilgerweg Richtung Santiago de Compostella in 10 Tagen zu bewältigen.

Die Pilgergruppe setzte sich aus Mitarbeitern und Jugendlichen anderer sozialer Einrichtungen und auch vielen Privatpersonen unterschiedlichster Altersgruppen zusammen.
Vor der Abfahrt von Oberrimsingen nach Arles wurde uns am frühen Morgen traditionell der Pilgersegen erteilt.
Nach einer langen Busfahrt kamen wir recht erschöpft am Abend am Campingplatz in Arles an.
Wir bauten zum erstenmal unsere Zelte auf und genossen dann noch ein bisschen das schöne Wetter im Swimmingpool und konnten bei einem geselligen Abend erste Bekanntschaften mit einigen Pilgerern schließen und über die spannenden Geschichten staunen, die vor allem die älteren Pilgerer von ihren bisherigen Reisen zu berichten wussten.

Nachdem am nächsten Tag jeder sein Zelt abgebaut hat, stärkten wir uns alle gemeinsam noch bei einem leckeren Frühstück, das das Organisationsteam aus Oberrimsingen für uns vorbereitet hatte. Bevor wir uns dann auf den Weg machten, gab uns der Leiter Herr Norbert Scheiwe noch allen einen Morgenimpuls mit auf dem Weg.
Anschließend füllten wir unsere Wasservorräte auf, packten unsere Wegbeschreibungen und Landkarten ein, die vom Organisationsteam erstellt wurden und brachen dann unsere erste Etappe zufrieden an.
Dieser „Morgenritual“ sollte uns von nun an die nächsten Tage begleiten.
Wir Bamberger hatten zudem die Aufgabe übernommen, täglich die Pilgerpässe aller Mitpilgerer an den täglichen Zielorten auf der Gemeinde oder in der Kirche abstempeln zu lassen.
Schon nach einer kurzen Strecke hatten wir uns bereits in Arles verirrt. Doch das Pilgern wird unter anderem durch die Möglichkeit, mit anderen Menschen und Kulturen in Kontakt zu treten, geprägt. So trafen wir glücklicher Weise auf einen Spanier, der sehr gut deutsch sprechen konnte. Er nahm sich die Zeit und lotste uns trotz Umwegen durch Arles. Solche Menschen sollten uns auch die nächsten Tage auf unserem Weg begleiten.

Es war sehr schön zu beobachten, wie unsere Jungs jeden Tag mehr und mehr die Morgen- und Abendimpulse mit Begeisterung verfolgten und auf dem Weg den einen oder anderen Impuls noch einmal mit einem Mitarbeiter besprachen.
Auch das von uns zu Beginn als unheimlich belastend befürchtete Zelt aufbauen und abbauen, wurde schnell zur Routine zumal man sich hier auch gegenseitig unterstützte z.B. kam oft einer unserer Jungs eine Stunde eher an wie der Rest der Truppe. Dieser hatte dann schon die Zelte aufgebaut und war sehr stolz, wenn er von allen Seiten ein großes Lob und viel Erleichterung der Mitarbeiter erfuhr.
Die ersten Tage waren wir beschäftigt unseren Jungs klarzumachen, dass es sich nicht um einen Wettkampf handelt, sondern dass jeder seinen Weg in seinem Tempo gehen kann und darf. Wir müssen nicht zusammenbleiben, wir können Kilometer alleine gehen, wir können uns einer anderen Gruppe anschließen…es ist egal wann man am Ziel ankommt.
Wir lernten uns gegenseitig in der Gruppe besser kennen. Wo zu Beginn unsere Jugendlichen teilweise noch nervten und etwas „aneckten“, wurden sie von Tag zu Tag mehr von den anderen Pilgerern gelobt, teilweise bewundert und in die Herzen vieler Pilgerer geschlossen.


Schon in den ersten Tagen sammelten wir die wichtige Erfahrung, die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen. Vieles was uns im Alltag oft selbstverständlich erscheint, ist hier entweder Luxus oder viel mehr völlig unnötig. Wir genossen es regelrecht Brunnenwasser zu trinken. Keiner der Jungs sehnte sich nach einem Fernseher.
Man lernt, wie lang ein Tag sein kann, wie schön und sinnvoll man ihn gestalten kann, wie weit einem seine Füße tragen können

- Grenzerfahrungen während der Strecke- körperlich und Auseinandersetzung mit sich selbst…
- Beziehung der Jugendlichen zu den Mitpilgerern, schlossen sich anderen Gruppen an, schlossen Freundschaften zu anderen Jugendlichen, wurden selbstbewuster… intensive Beziehungsarbeit mit den Jugendlichen u. Erziehern möglich
- Kontakt zur Bevölkerung beim Abstempeln, uns wurden Mitfahrgelegenheiten angeboten…

Die 10 Pilgertage haben uns sehr zusammengeschweisst und noch heute erzählen wir mit Begeisterung vom Pilgern und freuen uns schon auf Juli 04, wenn wir die Pilgerstrecke von Toulouse weiter fortsetzen.

Wir feiern Don Bosco
Don Bosco Woche der heilpädagogischen Wohngruppen des Canisiusheimes

Vom 26.01.04 bis zum 1.02.04 feiern wir den Todestag von Don Bosco. Wir werden mit den Jugendlichen der drei Wohngruppen verschiedene gruppenübergreifende Turniere veranstalten und über Don Bosco sprechen und auch den Don Bosco Film anschauen.
Folgendes Wochenprogramm ist geplant:


Montag: Fahrradralley
Dienstag: Stadtralley
Mittwoch: Fußballturnier
Donnerstag:Nonsensolympiade
Freitag:„Bamberg sucht den Superstar“
Samstag: Palm Beach
Sonntag: alle gemeinsam feiern Gottesdienst im Zirkuszelt

Cabuwazi zu Besuch
Unsere Zirkusfreunde "Cabuwazi " aus Berlin sind auch dieses Jahr wieder zu Gast
Am Montag, den 2.Februar 04 sind unsere Zirkusfreunde "Cabuwazi" aus Berlin bis zum Donnerstag, den 5.Februar 04 unsere Gäste.
Sie werden am Mittwoch, den 4.Februar um 10.00 Uhr und um 17.00 Uhr und am Donnerstag, den 5. Febraur um 10.00 Uhr eine Zirkusaufführung für vorwiegend Kindergärten und Schulen darbieten.
Zur Begrüßung werden unsere Jungs ihre Künste auf dem Trapez zeigen.



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