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Familienarbeit
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Die Häufigkeit und Art der Kontakte werden im Hilfeplan festgelegt. In der Regel finden wöchentliche Telefonate mit den Eltern statt. Je nach Entfernung treffen sich Eltern und Bezugsperson ein- bis mehrmals monatlich persönlich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen viel Wert auf regelmäßiges Stattfinden dieser Gespräche.
Um einen nachhaltigen pädagogischen Erfolg zu gewährleisten, sind Vorgehensweisen und Konsequenzen bei einem Heimfahrtswochenende oder in den Ferien mit den Eltern abgestimmt. Die Wochenenden werden mit den Eltern geplant und reflektiert.
Regelmäßige Hausbesuche ermöglichen eine Gestaltung der Hilfe, die eng an den Bedürfnissen der Familien der Kinder und Jugendlichen orientiert ist. Grundlage für die Familienarbeit ist in allen Bereichen ein systemisches Denkmodell. Es wird nicht nach individueller Ursache und Schuld für Probleme und Verhaltensauffälligkeiten gesucht, sondern die Funktion von auffälligem Verhalten eines Kindes in seiner Familie und die Arbeit mit den Familien an Lösungen steht im Mittelpunkt.
Es wird grundsätzlich eine Rückführung der Kinder und Jugendlichen in ihre Familien angestrebt. Ist dies nicht möglich oder sinnvoll, wird auf eine Verselbständigung der Jugendlichen hin gearbeitet.
Methoden für die Familien- und Elternarbeit sind je nach vereinbarten Zielen und Rahmenbedingungen z.B. Gespräche, Beratung, gemeinsame Feiern, Lernen am Modell, Konfrontation, Genogramm, Rollenspiel, Verhaltenstraining, Vereinbarungen und Verträge.
Familienseminar: Ergänzend zu der Elternarbeit in der Gruppe werden Familienseminare in Zusammenarbeit mit dem psychologischen Fachdienst angeboten. Mit durchschnittlich drei Familien wird an drei Freitag Nachmittagen 16.00 - 19.00 Uhr im Schuljahr alternative Lösungsmöglichkeiten gesucht. Dabei lernen die Familien voneinander.
Der Jugendliche soll im Mittelpunkt stehen. Er soll befähigt werden, sich auch in einer schwierigen familiären Situation zurecht finden zu können, selbst dann, wenn die Eltern sehr labil oder wenig kooperationsbereit sind.
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