flex bavaria
Im Don Don Bosco Jugendwerk ist eine Schulangebot für Schulverweigerer geplant
In Kooperation mit der dem Christophorus Jugendwerk Oberrimsingen ist ein Fernschulangebot für Schulverweigerer in Planung.
Das Don Bosco Jugendwerk Bamberg will, auf der Grundlage der Pädagogik Don Boscos, sein Angebot für benachteiligte junge Menschen weiter differenzieren und auf den Bedarf an Hilfen für junge Menschen reagieren.

Die „flex bavaria Fernschule“ ist ein Förderschulangebot für junge Menschen in ganz Bayern, die ihre Schulpflicht noch nicht erfüllt haben und an einer Schule nicht lernen wollen oder können. Es sind dies vor allem jungen Menschen, die die Schule verweigern und/oder junge Menschen, die aus Gründen von Krankheit, Behinderung oder aus psychosozialen Gründen keine Schule besuchen können.

„flex bavaria“ ist ein innovatives Hilfeangebot: Aufgrund ihrer besonderen Lebenslage verlieren nicht wenige junge Menschen den Anschluss an die schulische Bildung. Die Motivation, einen schulischen Abschluss zu erlangen, bleibt in der Regel erhalten. Dennoch gelingt es einem gewissen Anteil dieser jungen Leute nicht, dieses Ziel im Rahmen der herkömmlichen institutionellen Hilfeangebote zu erreichen.

Daher orientiert sich dieses Angebot am Modell einer Fernschule. Entwickelt wurde dieses Modell vom Christopherus Jugendwerk in Oberrimsingen, das in einem 4-jährigen Modellversuch im Rahmen des Kinder- und Jugendplanes gefördert wurde. Bereits während der letzten Modellphase etablierte sich dieses schulische Angebot für junge Menschen, die als nicht mehr erreichbar gelten.
In Kooperation mit dem Christophorus Jugendwerk wird das gesamte Grundlehrwerk an den bayerischen Lehrplan angepasst werden einschließlich des qualifizierenden Hauptschulabschlusses.

Zu Beginn der Beschulung erfolgt eine Überprüfung des Leistungsstandes. Ein differenzierter Einstufungstest gibt Auskunft über das aktuell reproduzierbare Grund- und Aufbauwissen sowie über bereits gesicherte prüfungsrelevante Kenntnisse. Um mit den jungen Menschen eine realistische Lernvereinbarung abschließen zu können, benötigt „flex bavaria“ auch einen Einblick in die jeweils gegebenen Lernbedingungen
Auf diese Informationen bauen die Vereinbarungen über die individuelle Lernförderung auf. Im wöchentlichen Rhythmus werden den Lernenden individuell vorbereitete Unterrichtseinheiten zur Eigenbearbeitung zugesandt. Der Prozess wird durch telefonische Kontaktaufnahme mit den Lernenden, durch schriftliche Rückmeldung und durch ein lösungsorientiertes Beratungskonzept gestützt. Besuche vor Ort sind im Einzelfall möglich. Mit den jungen Menschen und den Bezugspersonen in ihren Unterstützungssystemen werden konkrete Vereinbarungen über Ziele, Rollenaufteilung und Kommunikationsformen und –wege getroffen.

Die schulische Förderung der Lernenden basiert auf einem komplexen Fernlehrwerk. Dieses umfasst eine auf die Lernziele bezogene Sammlung von eigens entwickelten Lehrbriefen, Übungsaufgaben sowie Ton- und Bildträgern, Arbeitsaufträgen für den selbstgesteuerten Wissenserwerb, Lerntipps und Arbeitshilfen sowie die Gesamtheit der Methodik in der Zusammenarbeit mit den Lernenden und ihren Helfern vor Ort.

Der Ministerrat des Bayerischen Parlamentes hat sich in seiner Sitzung im September 2004 für eine solche Einrichtung ausgesprochen.


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