Siemens-Manager bauen Elementegarten
960 Arbeitsstunden für benachteiligte Kinder und Jugendliche

Im richtigen Leben sind die 120 Männer und Frauen in den Blaumännern und mit gelbem Helm auf dem Kopf Topmanager der Siemensunternehmensgruppe A&D in Nürnberg und für 6000 Mitarbeiter zuständig. Mitte September haben sie ihren Schreibtischen für einen Tag den Rücken gekehrt. Einer war sogar eigens aus Peking nach Oberfranken gekommen. Der Auftrag der Manager: Nachdem im vergangenen Jahr von SMC Mitarbeitern (Siemes Management Consulting München) ein Hochseilgarten am Josefsheim in Bamberg gebaut worden war, sollten sie in diesem Jahr den Elementegarten fertig stellen. Er gehört zum FELUWA-Konzept der Bamberger Einrichtungen der Salesianer Don Boscos. FELUWA steht für Feuer, Erde, Luft und Wasser.


Durch den Hochseilgarten, der mit Hilfe von Siemens im vergangenen Jahr gebaut wurde, wird das Element Luft abgedeckt. Feuer, Erde und Wasser fehlten noch, weshalb die Manager von Siemens wieder in Aktion getreten sind und in insgesamt 960 Arbeitstunden die Idee komplett gemacht haben. Dafür wurden eintausend Kubikmeter Erde bewegt, 250 Tonnen Pflaster verlegt und 300 Tonnen Muschelkalk verbaut.


Der Elementegarten des Josefsheim will Jugendliche zum Aktivsein motivieren", erklärt Emil Hartmann, der Leiter des Bamberger Don Bosco Jugendwerkes die Aufgabe der innovativen Einrichtung. Weil Wasser für Kinder immer eine besondere Faszination ausübt, finden sie im 300 Quadratmeter großen Wassergarten zwölf Spielstationen, an denen die Besucher das Element Wasser hautnah erfahren können. "Wo gibt es in einer Stadt noch Brunnen, an denen Kinder und Jugendliche spielen können? Hier haben sie die Chance", sagt Hartmann. Gespeist wird der Wassergarten von einer 40 Meter tiefen Zisterne. Das Wasser aus dem Garten fließt weiter in ein Biotop. Auf 1500 Quadratmetern wird damit und mit einem Gehege, in dem zwei Lamas ihre neue Heimat gefunden haben, das Element Erde dargestellt.

Konstantin und Seraphim
Selbst vor dem Feuer sind die Bamberger nicht zurück geschreckt. Auf Granitplatten ist eine 100 Quadratmeter große Feuerarena entstanden, die von Zuschauerreihen aus Muschelkalk umrandet wird. Hier können die Besucher unter Anleitung Feuer spucken. Überdacht ist die Arena von einer sieben Meter hohen Weidenkuppel, die für Theateraufführungen oder Konzerte genutzt werden kann.
Stefanie Geiger
Unsere Projekte
das größte Projekt 2003: am 12.9. realisierten 120 Top Manager von Siemens Nürnberg A&D einen Elementegarten auf unserem Gelände
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