Eine Einrichtung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Don Bosco als Zirkusartist

Veröffentlicht am: 06. Februar 2019

Artistische Spurensuche im Zirkus Giovanni begeistert das Publikum

 

„Wer war Don Bosco (Turin, 1815-1888)?“  Diese Frage stellten sich 60 junge Artisten des Zirkus Giovanni und mit ihnen das Publikum im voll besetzten Zirkuszelt am Sonntag, den 03. Februar 2019.

 

Als Rahmenhandlung begaben sich zwei Zeitungsredakteure auf journalistische Spurensuche. Die Reise begann im revolutionsgeplagten Italien des 19. Jahrhundert. Don Bosco wurde in eine Zeit geboren, in der die Welt durch Aufstände und Industrialisierung aus den Fugen geriet und mancherorts in Trümmern lag. Insofern zeigte das Theaterstück Anklänge an das Endzeitstück „reboot“, das am Wochenende vom Bamberger Zirkusvarieté an gleicher Stelle aufgeführt wurde.  Das bunte Leben Don Boscos bot gleichzeitig eine Steilvorlage für das akrobatische Können der jungen Darsteller des Zirkus Giovanni.  Schon als Kind übte sich Giovanni Bosco im Jonglieren, Zaubern oder Seillaufen. Auf der Bühne wurde also kräftig mit Diabolos jongliert, magische Kunststücke vollbracht und balanciert. Aber es gab auch leise Töne. Etwa als Don Bosco als Priester mitten im Winter einen notleidenden Jungen in seiner Sakristei aufnimmt. Die Geschichte gilt als Wendepunkt in Don Boscos Leben. In der Folge kümmerte er sich um über 400 notleidende Kinder und Jugendliche in Turin. Mit großem Wagemut stellte er sich gegen die Konventionen der damaligen Gesellschaft und entging manchem Attentat. 

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Großen Mut bewiesen auch die Artisten. Die wichtigsten Stationen in Don Boscos Werdegang wurden mit Leben gefüllt am Trapez, auf dem Rola Bola oder auf dem Einrad. Und auch Don Boscos erstes Haus für die Jugend, sein „Oratorium“, entstand dank zwanzig eifrigen Helfern in Windeseile. Die jungen Bauarbeiter brauchten dank Inline Skates und Wakeboards nur wenige Minuten um den dreistöckigen Bau auf der Bühne zu errichten. Mit viel Humor wurden auch schwierige Themen angepackt, etwa der Versuch, Don Bosco ins Irrenhaus zu stecken oder sein Besuch im Gefängnis. Die 90minütigen Show endete mit dem Tod Don Boscos und dem Siegeszug seiner pädagogischen Idee. Don Boscos Werk und seine Pädagogik werden inzwischen in 132 Ländern fortgeführt. Das Publikum gab stürmischen Applaus für die Leistung der jungen Artisten und Darsteller aus dem Don Bosco Jugendwerk.

Volker Traumann