Eine Einrichtung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Wir feiern den Geburtstag Don Boscos

Veröffentlicht am: 21. Januar 2015

Wir feiern den Geburtstag Don Boscos

Vor 200 Jahren wurde unser Namensgeber und Vorbild Johannes Bosco geboren. Seine Ideen und Prinzipien versuchen wir tagtäglich an unsere Kinder und Jugendlichen weiterzugeben. Was uns der Italiener heute noch zu sagen hat und wie unsere neuen Zirkusgalas damit zusammenhängen, erfahren Sie hier:

Ein Dauerzirkus, der Hochseilgarten und eine neue Heimat für Kinder und Jugendliche. Das sind gewöhnlich die Bilder, die man in Bamberg mit unserem Don Bosco Jugendwerk am Jakobsplatz assoziiert. Neu und modern erscheint das alles.

Doch was dahintersteckt ist schon sehr alt und geht auf den Priester und Pädagogen Johannes Bosco zurück.

Wer war Johannes Bosco?

Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in eher ärmlichen Familienverhältnissen in Turin geboren. Er stammt aus einer Art „Patchworkfamilie“. Seine Mutter Margareta heiratet mit 23 Jahren Franz Bosco, einen Witwer, der aus seiner ersten Ehe seinen achtjährigen Sohn Antonio mit in die Familie bringt. Ein Jahr später kommt Sohn Josef zur Welt, weitere zwei Jahre später Johannes Melchior – „unser“ Don Bosco.

Doch das Schicksal meint es nicht gut mit der Familie. Schon zwei Jahre nach Johannes Geburt stirbt sein Vater und seine Mutter Margareta muss die drei Söhne alleine großziehen. Ein Leben, das von Armut, harter Arbeit und einem festen Glauben bestimmt ist.

Erst mit neun Jahren lernt Johannes bei einem Kaplan Lesen und Schreiben. In dieser Zeit hat er einen einschneidenden Traum, der ihn nicht mehr loslässt: Er sieht, wie einige Jungen sich raufen und prügeln. Als er kampfbereit dazwischen gehen will, hört er plötzlich ein Stimme: „Nicht mit Schlägen, sondern mit Güte und Liebe wirst du sie zu Freunden gewinnen“. Als er den Traum am nächsten Morgen seiner Mutter erzählt, lachen ihn seine Geschwister zwar aus. Doch dieser Traum wird sein späteres Leben und seine Pädagogik maßgeblich bestimmen.

Schon als junger Bursche gibt Don Bosco kleine Zauber- und Akrobatikvorstellungen. Er verschluckt Münzen, verwirrt die Leute mit undurchsichtigen Hütchenspielen, wiederholt zwischendurch die Predigt aus dem Gottesdienst und läuft auf Händen. Der Höhepunkt seiner Aufführungen: Don Bosco spannt ein Seil zwischen zwei Bäume und balanciert darüber. Als Eintritt verlangt er nur, dass die Zuschauer mit ihm beten.

Mit 20 Jahren tritt Johannes Bosco ins Priesterseminar ein, ein paar Jahre später wird er geweiht und geht als Priester nach Turin. Dort kümmert er sich um Straßenjungen, bringt ihnen Lesen, Schreiben und den Katechismus bei.

Sein Mut und sein Optimismus stecken an: Viele der Jugendlichen, die er betreut, wollen sich mit ihm engagieren. Deshalb ruft Johannes Bosco 1859 die „Gesellschaft des Heiligen Franz von Sales“ ins Leben – die Salesianer Don Boscos.

Salesianer sind weltweit aktiv

Als zweitgrößte Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche sind die Ordensmänner heute in 132 Ländern aktiv und erreichen mit ihrer Arbeit mehrere Millionen Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt. Zu ihren Aufgaben gehören die Jugendsozialarbeit, Schulen, Tageseinrichtungen, Hausaufgabenbetreuung sowie Hilfen für benachteiligte junge Menschen. Die Salesianer engagieren sich zudem in der Schul- und Hochschulbildung, geben Hilfen zur Erziehung und beraten Jugendliche. Und auch in der Pfarrseelsorge gilt die Jugendarbeit als Schwerpunkt.

Mit Maria Dominika Mazzarello eröffnet Don Bosco 1872 zudem das Institut der Töchter Mariä Hilfe der Christen, die heutigen Don-Bosco-Schwestern. Und er gründet die Vereinigung der Salesianischen Mitarbeiter zur Unterstützung seines Werkes für die Jugendlichen. Als Johannes Bosco 1888 in Turin stirbt, gibt es bereits 773 Salesianer und 276 Novizen in 58 Niederlassungen.

Konkret heißt das:

Die Unterstützung der Don Bosco Familie wird denjenigen zuteil, die noch nie einen Fuß in die Kirche gesetzt haben aber auch denen, die den katholischen Glauben tagtäglich leben. Im Leitspruch des Priesters „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen!“ sind alle wichtigen Pfeiler eines gelungenen Lebens enthalten:

Freude am Glauben

Fröhlich sein: Don Bosco kümmerte sich besonders um diejenigen jungen Menschen, die es schwer hatten im Leben – sei es durch äußere Umstände, familiäre Probleme oder scheinbar unergründbare Mutlosigkeit. Deshalb spendete er Hoffnung und Mut aus dem christlichen Glauben heraus. Dabei war es für ihn und seine Jungen nur ganz natürlich, dass sich die Freude am Leben und die Freude am Glauben auch in Humor und Spaß, Feiern und Geselligkeit, Musik und Theater, Sport und Spiel ausdrückte.

Gutes tun:Was er zu seiner Zeit in den Gefängnissen, auf den Straßen und Plätzen und auf den Baustellen Turins sah, erschütterte ihn tief. Als „Mann der Tat“ versuchte er zu helfen, wo er nur konnte. Aus dieser Gottes- und Nächstenliebe heraus forderte er seine Schüler immer wieder auf, es ihm gleich zu tun: „Tut, was ihr könnt! Gott wird hinzufügen, was wir nicht vermögen.“

… und die Spatzen pfeifen lassen: Gelassenheit ist das Stichwort! Lassdich nicht bei jeder Widerwärtigkeit „ins Bockshorn jagen“, sondern vertraue Gott und verfolge dein Ziel!

Der Priester und Pädagoge hätte auch heute noch alle Hände voll zu tun – zum Beispiel im Rahmen der neuen Flüchtlingsproblematik in unserer Welt.

Heute: Für Flüchtlinge, verhaltensauffällige oder benachteiligte Jugendliche

Auch unser Don Bosco Jugendwerk Bamberg bietet jugendlichen, unbegleiteten Flüchtlingen ein neues zu Hause und unterstützt sie bei ihrem Neuanfang. Des Weiteren gibt es Heilpädagogische Wohngruppen und Tagesstätten, ambulante Hilfen, die FlexFernschule, die Bartolomeo Garelli Schule und so viele Angebote mehr – für Heranwachsende, die eine Stimme brauchen und die Chance, ihr Leben selbst zu gestalten.

Dabei werden die Kinder und Jugendlichen, ihre Familien und Freunde nicht „von der Welt“ abgeschottet: Sie lernen Schritt für Schritt, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, gehen mit neuem Selbstvertrauen hinaus und versprühen es.

Das positive und engagierte Lebensgefühl Don Boscos wollen wir Ihnen gerne näherbringen: visuell, mündlich und nachdenklich:

Zirkus, Film und Gespräche

Termine:

Alle Veranstaltungen finden im beheizten Zirkuszelt auf dem Gelände des St. Josefsheims, Jakobsplatz 15, 96049 Bamberg statt. Kartenvorverkauf: BVD, Lange Straße 39/41, 96047 Bamberg.

Aufführungen

5. Bamberger Zirkus-Variete: „Tat Ort Teufelsgraben“ Benefizveranstaltung des „Bamberger Zirkus-Variete e.V. am 30.01.2015 um 19.30 Uhr/ 31.01.2015 um 19 Uhr/ 01.02.2015 um 17 Uhr.

Zirkusgala „Adel verpflichtet“ der Jugendlichen aus dem Mittwochstraining: 01.02.2015 um 13.30 Uhr

Konzert mit den Don Bosco Musikanten: 05.02.2015 um 19 Uhr

Zirkusgala der Kinder aus dem Dienstagstraining: 07.02.2015 um 15 Uhr

Zirkusgala der Kinder aus dem Donnerstagstraining: 08.02.2015 um 15 Uhr

Informatives und Nachdenkliches

Festgottesdienst „Was ist Don Bosco Heilig?“: 01.02.2015 um 10.30 Uhr

Präsentation des neuen Don Bosco Films „Der Seiltänzer“ sowie Informationen über das Don Bosco Jugendwerk Bamberg (für Erwachsene): 02.02.2015 um 19 Uhr

„Was ist mir heilig?“ – Kreativ gestalteter Abend von und mit Jugendlichen und interessierten Erwachsenen: 03.02.2015 um 18.30 Uhr

Der neue Don Bosco Film: "Der Seiltänzer"