Bildung, die ankommt: Sommerklausur der Flex-Fernschule Bamberg
Die Sommerklausur der Flex-Fernschule Bamberg nach Abschluss des Schuljahres markiert jedes Jahr einen wichtigen Moment des Innehaltens und Weiterdenkens. Anfang August kamen die Lehrkräfte unter der Leitung von Ulrike Krauß zusammen, um Themen zu besprechen, die im intensiven Schulalltag oft zu kurz kommen – Themen, die jedoch entscheidend dafür sind, wie gut junge Menschen in schwierigen Lebenslagen begleitet werden können.
Gerade vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen über mögliche Budgetkürzungen ist es wichtig, die Bedeutung der Flex-Fernschulen hervorzuheben. Sie ermöglichen jungen Menschen in Bayern und anderen Bundesländern, die aus sehr unterschiedlichen Gründen nicht am regulären Unterricht teilnehmen können, dennoch eine Schulbildung.
In Bamberg werden derzeit rund 100 Schülerinnen und Schüler individuell begleitet – Kinder und Jugendliche, die mit komplexen Herausforderungen leben, wie zum Beispiel emotionalen Krisen, Autismus, ADHS, körperlichen Erkrankungen/Behinderungen oder schweren Verhaltensauffälligkeiten. Die Flex-Fernschule bietet ihnen ein Lernumfeld, das sich an ihren Bedürfnissen orientiert.
Sebastian Schlauch, Lehrkraft, betont: „Wir eröffnen jungen Menschen Chancen, die sonst übersehen würden. Niemand muss zurückgelassen werden – dieses Engagement verdient eine verlässliche Zukunft.“
Seit rund 15 Jahren existiert das Schulangebot in Bayern. Es entstand ursprünglich in Baden-Württemberg als Maßnahme zur Erziehungshilfe und ist heute auch indrei anderen Bundesländern etabliert. Grundlage des Unterrichts ist ein umfangreiches, eigens entwickeltes Lehrwerk. Ziel ist es, die Jugendlichen erfolgreich auf einen externen Quali- oder Mittelschulabschluss vorzubereiten und ihnen damit den Weg in eine Ausbildung zu öffnen.
