Don Bosco Jugendwerk Bamberg erinnert an Pater Rudolf Lunkenbein
Beim Lunkenbein-Fest wird erlebbar, wie Don Boscos Pädagogik jungen Menschen Mut macht, ihre Stärken zu entdecken
Bamberg, 6. Juli 2026 Mit einem internen Fest hat das Don Bosco Jugendwerk Bamberg an Pater Rudolf Lunkenbein erinnert. Anlass war sein 50. Todestag am 15. Juli. Lunkenbein, der in Döringstadt bei Bamberg geboren wurde, wirkte als Salesianer Don Boscos in Brasilien und setzte sich dort gemeinsam mit seinem Freund, dem Indigenen Simão Bororo, für die Rechte, die Kultur und die Zukunft des indigenen Volkes der Bororo ein. Diesen Einsatz bezahlten beide mit ihrem Leben.
Im Mittelpunkt des Festes standen neben den Kindern und Jugendlichen aus Wohngruppen und Hort die Gäste aus Brasilien: Zum ersten Mal waren Vertreter der Bororo zu Besuch in der Heimat von Pater Lunkenbein. Im Zelt des Zirkus Don Giovanni begrüßten Anita Skobl, Gesamtleitung des Don Bosco Jugendwerks Bamberg, und Pater Johannes Kaufmann SDB die Besucher. Einige Filmsequenzen über die Bororo und eine Tanzaufführung vermittelten einen Eindruck von dem Leben und der Kultur der Indigenen.
Im Wirken Rudolf Lunkenbeins wird der pädagogische Ansatz von Don Bosco greifbar. Er begegnete den Bororo mit Zuneigung, lernte ihre Sprache, teilte ihr Leben und stand an ihrer Seite – auch im Kampf gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage. Pater Johannes Kaufmann brachte es beim Fest auf den Punkt: „Lunkenbein hat den Menschen Hoffnung gegeben auf eine Welt, in der auch sie erwünscht sind und ihre Kultur wertgeschätzt wird.“
Unter den Gästen waren ebenfalls Vertreter der Familie Lunkenbein. Sein Neffe Christian Lunkenbein erinnerte sich an die Wissbegier und Tatkraft seines Onkels, der sich in Deutschland viel technisches Wissen selbst aneignete und dann vor Ort in Brasilien praktisch einsetzte.
Auch auf dem Heinrichsfest vom 9. bis 12. Juli auf dem Domplatz Bamberg gab es in diesem Jahr umfangreiche Informationen über das Leben und Wirken des Salesianerpaters. Die Erinnerung an Rudolf Lunkenbein bleibt eine Einladung, sich auch heute für junge Menschen, Gerechtigkeit und gelebte Wertschätzung einzusetzen.
